SO LAUTETE EINER DER SLOGANS DER CORONAZEIT: Der Abstand zu anderen Personen sollte die Verbreitung der Krankheit möglichst verhindern. Das Symbol, das helfen sollte, die ideale Distanz von mindestens einem Meter richtig einzuschätzen, war der vielbeschworene „Babyelefant“ – daher ziert er auch als Illustration in glänzender
Heißfolie den Briefmarkenblock. Zum Größenvergleich sind andere, kleinere Tiere dargestellt. Nicht die Distanz, sondern das Verbindende betont hingegen das Material des Blocks.
Zu Beginn des Lockdowns waren unter anderem Nudeln und Toilettenpapier begehrte
Güter, die viele Menschen nach Hamsterkäufen zu Hause horteten – aus Angst, dass es
zu Versorgungsengpässen kommen könnte. Sinnbild dieser die Bevölkerung einenden
Sorge ist das echte, strukturierte Toilettenpapier aus österreichischer Produktion,
auf dem der Briefmarkenblock gedruckt ist: Ein Block entspricht genau der Größe eines
originalen Blattes WC-Papier. Und auch die Zähnung der Briefmarke erinnert an die
typische Perforation. DABEI WAR DIE VERARBEITUNG DIESES MATERIALS GAR NICHT EINFACH:
Toilettenpapier ist zu weich und reißt, wenn es feucht wird, daher kam eine Nassklebung
nicht in Frage. Gelöst wurde das Problem, indem auf die Rückseite des WC-Papiers eine
Selbstklebefolie aus Naturfaserpapier aufkaschiert wurde. In aufwendigen Produktionsschritten wurde das Papier in großen Rollen hergestellt, dann in Bögen konfektioniert, mit der Folie beschichtet und schließlich bedruckt – ein über viele Monate hinweg entwickelter und Schritt für Schritt optimierter Prozess. Der Zuschlag von 2,75 Euro zum Briefmarkenwert kam karitativen Zwecken zugute.